Bettwäsche waschen: Wie oft ist richtig?

Bettwäsche waschen: Wie oft ist richtig?

Wir alle lieben es, uns nach einem anstrengenden Tag in unser Bett zu kuscheln und zur Ruhe zu kommen. Dabei legen wir uns besonders gerne in ein frisch bezogenes Bett, am liebsten frisch geduscht. Doch wie oft beziehst Du Dein Bett eigentlich? Wir erklären Dir, warum frisches Bettzeug wichtig ist und nicht nur etwas mit Deinem subjektiven Hygieneempfinden zu tun hat. Erfahre, in welchen Intervallen Du Deine Bettwäsche wechseln solltest und wie Du sie anschließend am besten wäschst und pflegst, um auch zukünftig gut und erholsam zu schlafen!

Die Bedeutung einer angenehmen Nachtruhe 

Bevor wir uns anschauen, warum Du Deine Bettwäsche regelmäßig wechseln solltest, ist es wichtig zu verstehen, warum eine angenehme Nachtruhe überhaupt so wichtig ist. Millionen von Menschen leiden allein in Deutschland unter Schlafstörungen – die Folgen sind Reizbarkeit, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall oder Diabetes. Umgekehrt stärkt ausreichend Schlaf das Immunsystem und hält Deinen Körper und Geist fit. Schlaf ist also wichtig für die Gesundheit, in etwa so wie eine gesunde, ausgewogene Ernährung. 

Wie gut und erholsam Dein Schlaf ist, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Einerseits können Stress im beruflichen oder privaten Kontext und äußere Einflüsse wie Lärm und Licht dein Schlafverhalten negativ beeinflussen. Das kann bedeuten, dass Du lange Zeit nicht einschläfst oder immer wieder aufwachst. Außerdem können körperliche und psychische Erkrankungen sich auf Deine Nachtruhe auswirken. Aber auch Deine Schlafumgebung spielt eine ganz zentrale Rolle. Das betrifft zum Beispiel Deine Matratze, die Raumtemperatur und hygienische Bedingungen, wobei beim letzten Punkt deine Bettwäsche ins Spiel kommt.

Darum solltest Du Dein Bettzeug wechseln

Dass sich ein frisch bezogenes Bett gut anfühlt, ist klar. Aber es sprechen noch viel mehr Gründe dafür, Dein Bettzeug regelmäßig zu wechseln. Ein Grund ist die Schweißproduktion Deines Körpers, während Du schläfst. Zwischen einem und zwei Litern Schweiß verlierst Du jede Nacht, der von Deinem Körper in Deine Nachtwäsche und Bettwäsche übergeht. Hinzu kommen Haare und Hautschuppen, die Dein Körper verliert, die ebenfalls in Dein Bett gelangen. In dieser Konstellation aus Schweiß, Hautschuppen und Haaren fühlen sich Milben und Bakterien besonders wohl. Denn Milben ernähren sich in erster Linie von menschlichen Hautschuppen.

Milben sind zwar nicht zwangsläufig gefährlich für Dich. Die Tierchen, die Du mit bloßem Auge nicht erkennst, können jedoch Allergien auslösen. Bei einer Hausstaubmilbenallergie reagieren Betroffene mit Symptomen wie tränenden Augen, Schnupfen, verstopfter Nase oder Husten auf den Kot der Hausstaubmilbe. Spätestens, wenn Deine Bettwäsche unangenehm riecht, wirst Du von selbst das Bedürfnis haben, sie zu waschen. So weit musst Du es aber gar nicht erst kommen lassen.

So oft solltest Du Deine Bettwäsche wechseln

Eine feste Regel, wie oft Du Dein Bettzeug wechseln musst, gibt es natürlich nicht – entsprechende Empfehlungen allerdings schon. Als Faustregel kannst Du den Wechsel alle zwei Wochen einplanen. Das gelingt zum Beispiel, indem Du dir feste Tage im Kalender vormerkst, an denen Deine Bettwäsche in die Waschmaschine wandern soll. Vielleicht kombinierst du diese Tage mit einer kleinen Auszeit für dich und nimmst beispielsweise ein Entspannungsbad, bevor Du dich mit deinem Lieblingsbuch in Dein frisch bezogenes Bett kuschelst.

Es gibt jedoch auch Situationen, in denen ein häufigerer Wechsel sinnvoll ist. Das betrifft zum Beispiel die Sommermonate, in denen du tendenziell mehr schwitzt. Aber auch, wenn Du nackt schläfst, Haustiere bei Dir im Bett übernachten oder Du eine Erkältungs- oder Magen-Darm-Krankheit hinter Dir hast, solltest Du Deine Bettwäsche besser häufiger wechseln. Hier solltest Du nach Bedarf wechseln, zum Beispiel dann, wenn ein kleines Malheur passiert ist. Wenn Du hingegen viel unterwegs bist und oft auswärts schläfst, kann auch ein Wechsel nach drei Wochen ausreichen.

Bettwäsche waschen: So findest Du die richtige Temperatur

Bettwäsche waschen: So findest Du die richtige Temperatur

Wie Du Deine Bettwäsche richtig wäschst, ist vorrangig vom Material abhängig, aus dem sie gefertigt ist. Typisch sind hier Materialien wie Baumwolle, Microfaser, Satin oder auch Leinen. Baumwolle, aber auch Frottee- und Biberbettwäsche, die hauptsächlich aus Baumwolle bestehen, sind dabei besonders pflegeleicht. Denn Du kannst das Material problemlos bei bis zu 90° Grad in der Waschmaschine waschen, das betrifft vor allem Weißwäsche. Damit Deine Bettwäsche hygienisch sauber wird, reicht es aber, sie bei 60° Grad zu waschen. Eine 90°-Grad-Wäsche ist nur dann nötig, wenn du eine Viruserkrankung hattest.

Materialien wie Satin oder Leinen vertragen häufig nur Temperaturen bis 40° Grad, Seide sogar nur 30° Grad. Wenn Du unsicher bist, wie heiß Du Deine Bettwäsche waschen kannst, wirf vor der Reinigung unbedingt einen Blick auf das Etikett des Herstellers. Hier findest Du alle wichtigen Hinweise zum Waschen und Trocknen und vermeidet böse Überraschungen.

Wichtige Tipps für hygienisch-saubere Bettwäsche

Am besten ist es, wenn Du Dein Bettzeug separat wäschst, also getrennt von Handtüchern oder Kleidungsstücken. Insbesondere Handtücher und Jeansstoff können die Fasern der Bettwäsche angreifen und Beschädigungen begünstigen. Außerdem sollte in der Wäschetrommel noch etwas Platz sein. Denn eine überfüllte Waschmaschine kann ebenfalls den Stoff strapazieren und zusätzlich nicht die gewünschte Waschleistung erbringen. Zusätzlich gilt es, weiße Bettwäsche getrennt von farbigen Textilien zu waschen, um Verfärbungen auszuschließen.

Bevor Du die Bettwäsche in die Waschmaschine gibst, schließe alle Reißverschlüsse und Knöpfe und drehe die Textilien auf links. So schützt du Farbwäsche vor dem Verblassen. Aber auch bei Weißwäsche lohnt sich dieser Schritt, da er die Fasern schützt. Zudem kannst Du die Bettwäsche auf links gedreht in den Schrank sortieren und hast es anschließend beim Aufziehen etwas einfacher.

Nun brauchst Du noch ein geeignetes Waschmittel. Colorwaschmittel für farbige beziehungsweise Vollwaschmittel für weiße Bettwäsche sind hier die richtige Wahl. Auf Nummer sicher gehst du mit speziellen Produkten, die eigens für die Pflege von Bettwäsche entwickelt wurden. Waschmittel für Bettwäsche reinigen besonders gründlich und sind dabei faserschonend. Darüber hinaus sind Spezialprodukte wirksam gegen Milben und gleichzeitig hautfreundlich, was besonders Menschen mit Allergien zugutekommt. Obendrein profitierst Du von einem angenehmen Frischeduft, der Dich sanft durch die Nacht begleitet.

Frisches Bettwäschebett bedeutet besseren Schlaf

Bettwäsche trocknen und bügeln – wie funktioniert es richtig?

Unmittelbar nach dem Waschgang solltest Du die Bettwäsche aus der Maschine nehmen und trocknen. Einerseits ist das im Wäschetrockner möglich. Auch hier solltest Du im Vorfeld einen Blick auf die Pflegehinweise werfen, denn nicht jede Bettwäsche ist trocknergeeignet. Eine sinnvolle Alternative ist es, die Wäsche in der Sonne zu trocknen. Hier solltest du allerdings einen schattigen Platz wählen, da die Farben in der prallen Sonne ausbleichen können. Der große Vorteil der Lufttrocknung ist nicht nur, dass du damit die Umwelt schonst, sondern dass durch die UV-Strahlung zusätzlich Bakterien und Keime absterben.

Ob Du Deine Bettwäsche bügeln möchtest, kannst Du prinzipiell selbst entscheiden. In jedem Fall solltest Du vorher überprüfen, ob das Material gebügelt werden darf und auf welcher Stufe. Der Bügelvorgang sorgt nicht nur für knitterfreie Bettwäsche, sondern desinfiziert diese durch die Hitze zusätzlich.